Was kostet ein Abendkleid wirklich? Der Rechner mit allen Posten
Die Frage wird fast immer falsch gestellt. „Was kostet ein Abendkleid“ meint den Preis auf dem Etikett — bezahlt wird am Ende etwas anderes. Änderung, Schuhe, Tasche, Strumpfware, Frisur und die Reinigung danach summieren sich, und in den meisten Fällen ist das Kleid weniger als die Hälfte der Gesamtsumme.
Wie oft tragen Sie es?
Gesamt
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Der Posten, den fast alle vergessen
Die Änderung. Bodenlange Kleider sind auf eine Körperhöhe von etwa 168 Zentimetern plus Absatz gearbeitet — wer kleiner ist, muss kürzen lassen, und das kostet 30 bis 60 Euro. Bei mehrlagigen Röcken aus Tüll oder Chiffon wird jede Lage einzeln gearbeitet, dann liegt der Preis höher. Eine Anpassung der Weite kostet 40 bis 80 Euro.
Das ist kein Ärgernis, sondern der sinnvollste Posten der ganzen Rechnung: Ein günstiges Kleid, das für 40 Euro angepasst wird, sitzt besser als ein teures von der Stange. Wer sparen will, spart deshalb am besten beim Kleid — nicht bei der Änderung.
Warum die Zahl „pro Abend“ die wichtigere ist
Ein Kleid für 300 Euro, dreimal getragen, kostet pro Auftritt weniger als drei Kleider für je 120 Euro. Diese Rechnung dreht die Frage von „was kostet es“ zu „was kostet es mich pro Anlass“ — und dort liegt die vernünftige Entscheidung.
Der Rechner trennt dabei sauber: Kleid, Schuhe, Tasche, Schmuck und Änderung verteilen sich auf alle Anlässe. Frisur, Strumpfware und Reinigung fallen jedes Mal neu an — sie werden deshalb nicht geteilt.
Wann Leihen die bessere Rechnung ist
Üblich sind zehn bis zwanzig Prozent des Kaufpreises für vier bis acht Tage. Bei einem einzigen Anlass mit hoher Erwartung — Ball, Gala, Trauzeugin — ist das fast immer günstiger, und das Geld geht in eine Qualität, die man sich sonst nicht kaufen würde.
Gegen das Leihen sprechen drei Dinge: Änderungen sind meist nicht erlaubt, die Passform muss also ohne Anpassung stimmen. Für Beschädigungen haften Sie. Und die Auswahl ist kleiner als im Handel — wer eine bestimmte Farbe braucht, findet sie dort nicht immer.
Wo sich sparen wirklich lohnt
Beim Zeitpunkt. Abendmode wird im Januar/Februar und im Juli/August abverkauft. Wer nicht auf einen festen Termin hin kauft, spart durch den Kalender mehr als durch jede Rabattaktion.
Bei Second Hand. Abendkleider werden im Schnitt zwei- bis dreimal getragen — der Gebrauchtmarkt ist bei genau dieser Warengruppe außergewöhnlich gut bestückt und die Ware außergewöhnlich wenig getragen.
Bei der Frisur. Eine Steckfrisur beim Friseur kostet 40 bis 90 Euro. Wer sie einmal übt und dabei bleibt, spart diesen Posten bei jedem weiteren Anlass — und ungewaschenes Haar vom Vortag hält ohnehin besser.
Nicht sparen sollten Sie bei Schuhen, in denen Sie fünf Stunden stehen, und bei der Änderung. Beides entscheidet darüber, ob der Abend angenehm wird — und beides sieht man auf Fotos.
Häufige Fragen
Was kostet ein Abendkleid im Durchschnitt?
Im Versandhandel liegen die meisten festlichen Kleider zwischen 60 und 200 Euro, im Fachgeschäft zwischen 150 und 500. Entscheidender als der Preis ist, ob breite Nahtzugaben vorhanden sind — nur dann lässt sich das Kleid später ändern.
Wie viel muss ich für Änderungen einplanen?
30 bis 60 Euro für den Saum, 40 bis 80 für die Weite. Bei mehrlagigen Röcken und bei Kleidern mit Spitze mehr, weil jede Lage einzeln bearbeitet wird. Fragen Sie vor dem Kauf nach dem Preis und nach dem Termin — in der Saison sind Schneidereien Wochen im Voraus ausgebucht.
Lohnt sich ein teures Kleid?
Ab etwa der dritten Trageeinheit, und wenn der Schnitt zeitlos ist. Für einen einmaligen Anlass ist Leihen die bessere Rechnung. Wer unsicher ist, rechnet beides oben durch — die Zahlen entscheiden schneller als das Gefühl.
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